Regionen Italiens

Allgemein

Warme bis heiße Sommer sowie Wintermonate, in denen die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt fallen, machen diese Region ganzjährig zu einem interessanten Reiseziel.
Landschaftlich hat Umbrien einiges zu bieten. Ein großer Teil des Nationalparks Monti Sibillini liegt im Osten Umbriens. Von Mai bis Mitte Juli verwandelt sich das zu diesem Nationalpark gehörende Hochplateau Castelluccio in einen endlosen Blumenteppich.

In Mittelitalien – zwischen Rom und Florenz – liegt Umbrien. Diese Region wird auch das grüne Herz Italiens genannt. Warme bis heiße Sommer sowie Wintermonate, in denen die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt fallen, machen diese Region ganzjährig zu einem interessanten Reiseziel.

Landschaftlich hat Umbrien einiges zu bieten. Ein großer Teil des Nationalparks Monti Sibillini liegt im Osten Umbriens. Von Mai bis Mitte Juli verwandelt sich das zu diesem Nationalpark gehörende Hochplateau Castelluccio in einen endlosen Blumenteppich.

Regionale Naturschutzgebiete wie Colfiorito, Monte Cucco, Monte Subasio, Monte Peglia, Selva die Meana oder das Naturschutzgebiet Tiber-Fluss locken Naturliebhaber mit abwechslungsreichen Landschaften sowie einer interessanten Tier- und Pflanzenwelt.

Im wilden Neratal wird der Fluss selbst zum Erlebnis. Bei Terni lassen sich zwischen Ferentillo und Arrone auf fantastischen Rafting-Abfahrten Natur und Action optimal verbinden. Ganz in der Nähe rauschen die Wassermassen der Cascata delle Marmore in die Tiefe. Der Wasserfall mit drei Fallstufen gilt weltweit als der höchste künstlich angelegte Wasserfall.

Lago Trasimeno
Lago Trasimeno

Mit 128 Quadratkilometern Größe ist der Lago di Trasimeno der viertgrößte See Italiens. Wassersport ist dort ebenso möglich wie Rad- und Wandertouren rund um den See. Sein Fischreichtum mit über achtzehn Fischarten macht den Fischfang für viele Dörfer am Ost- und Südufer nach wie vor zu einer wichtigen Erwerbsquelle.

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Umbrien ist eine kleine, aber sehr abwechslungsreiche Region mit zahlreichen schönen Städten, darunter Gubbio im Norden; Perugia, Assisi, Spello, Foligno, Montefalco, Bevagna in der Mitte; Norcia im Osten sowie Orvieto und Spoleto im Süden.

Das ganze Jahr hindurch finden in diesen Städten die unterschiedlichsten Ereignisse statt und machen einen Besuch lohnenswert. Im Dezember und Januar leuchtet in Gubbio der größte Weihnachtsbau der Welt. Allein mehr als 250 grüne Lichtpunkte zeichnen die Umrisse eines überdimensionalen Weihnachtsbaums auf den Berg Ingino, insgesamt bringen über 700 Lichtquellen den Baum zum Leuchten. In Orvieto findet rund um Silvester ein mehrtägiges internationales Jazzfestival statt. Im Mai können Besucher in Assisi und Gubbio traditionelle Volksfeste miterleben. Mit dem Calendimaggio wird in Assisi der Frühling begrüßt. In Gubbio findet der Corsa dei Ceri statt. Dabei stellen die jungen Männer des Orts ihre Kondition und Geschicklichkeit unter Beweis und bringen rennend drei Ceri von einer Kirche in der Ortsmitte zur an der Spitze des Monte Ingino liegenden Basilica Sant’Ubaldo. Keine einfache Aufgabe.

Zum einen weil die Straßen eng und steil sind, zum anderen weil je zehn Männer eine der Ceri schultern und diese wie bei einem Staffellauf alle 50 bis 60 Meter, während sie weiter rennen, der nächsten Männergruppe übergeben. Und das, obwohl es sich bei den Ceri um je rund vier Zentner schwere Holzkreationen handelt, deren Spitze jeweils die Staute eines Heiligen ziert.

Im Juli kommen Jazzliebhaber ein weiteres Mal auf ihre Kosten, wenn in Perugia eines der wichtigsten europäischen Jazzfestivals die Stadt zum Klingen bringt. Ebenfalls ganz im Zeichen der Musik steht der Trasimenische See Ende Juli/Anfang August, wenn dort das Trasimeno Blues Festival ausgerichtet wird. Bereits Anfang Juli treffen sich in Spoleto beim Festival dei Due Mondi die Besten aus Kunst, Kultur und Musik.

Weitere historische Feste wie La Giostra delle Quintana, ein Pferderennen in Foligno; Il Mercato delle Gaite, ein mittelalterlicher Markt in Bevagna oder L’Infiorata, ein Blumenzauber zu Fronleichnam in Spello und Cannara bieten zusätzliche Möglichkeiten, die Bräuche der Umbrer kennen zu lernen.

Wer Umbrien in authentischer Atmosphäre erleben möchte, sollte die Sagre besuchen. Volksfeste, die den ganzen Sommer über, teilweise auch in den kleinsten Dörfern, stattfinden. Dort gibt es typisch umbrische Gerichte zu verkosten, die meist von den Frauen der Dörfer zubereitet werden. Weitere genussmäßig günstige Reisezeiträume sind die Olivenerntezeit zwischen Ende Oktober und Mitte November sowie die Zeit der Weinlese, die sich von Anfang August bis Anfang Oktober erstreckt.

Wer zum ersten Mal Umbrien bereist, sollt auf jeden Fall folgende Orte besuchen:

  • Perugia, die lebendige, jedoch nicht überlaufenen Hauptstadt Umbriens mit über 2500jähriger Geschichte.
  • Assisi, die Stadt des Heiligen Franziskus.
  • Montefalco, die Stadt mit dem weltbekannten Wein Sagrantino.
  • Gubbio mit der noch erhaltenen mittelalterlichen Altstadt.
  • Orvieto, die Etruskerstadt mit gotischem Dom hoch oben auf dem Tufffelsen.
  • Den Trasimenosee mit seinen drei Inseln.
  • Das Neratal mit der Geburtsstadt Heiligen Benedikt Norcia.
  • Das Hochplateau von Castelluccio im Sibillini Nationalpark.

Essen

Kulinarisch betrachtet ist Umbrien eine der interessantesten Regionen Italiens. Die umbrische Küche wurde nur wenig von den Nachbarregionen beeinflusst. Sie basiert hauptsächlich auf Fleisch und einfachen Zutaten aus der heimischen Landwirtschaft. Diese werden sowohl für die täglichen Gerichte als auch für die Zubereitung von Festessen verwendet. Tradition wird in der lokalen Gastronomie groß geschrieben. Dabei sollte man jedoch nicht den Fehler machen, traditionelle Küche mit banaler oder einfacher Küche gleichzusetzten. Vielmehr steht die traditionelle Küche Umbriens für eine Zubereitung ohne viel Schnickschnack, die den ursprünglichen Geschmack der verwendeten Rohstoffe zur Geltung bringt. Was heute in Umbrien auf dem Speiseplan steht, hat seine Wurzeln in der Küche der antiken Umbrer und Römer, so beispielsweise die Verwendung von Hülsenfrüchten und Getreide.

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Vor allem in der Gegend um Norcia ist Schweinfleisch fester Bestandteil des Speiseplans. So sehr, dass das in der Gegend um Norcia gebräuchliche Verfahren zur Konservierung von Schweinefleisch in den heutigen italienischen Sprachgebrauch eingegangen ist und eine auf die Herstellung von Salami spezialisierte Fleischerei allgemein als Norcineria bezeichnet wird.

Zu den edleren Zutaten in der umbrischen Küche zählen die Trüffel und das extra vergine Olivenöl. Ohne das Olivenöl könnte die umbrische Gastronomie nicht existieren. Hauptsächlich um die Orte Trevi und Foligno prägen weitläufige Olivenhaine die Landschaft und Umbrien kann sich rühmen die einzige Region Italiens zu sein, in der alle Olivenanbaugebiete angerkannte DOP-Zonen sind. Für das dort produzierte Olivenöl darf das italienische Siegel für Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung verwendet werden.

Auf der Antipasti Karte findet sich in Umbrien typischerweise das Antipasto Umbro, ein Teller mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten. Darunter Schinken, Salami, der Capocollo genannte Nackenschinken, Lendenstückchen, Schafs- oder Ziegenkäse und Rucolasalat. Auch das Bruschetta, eine auf der Glut geröstete Brotscheibe auf die Knoblauch gerieben, Salz gestreut und dann reichlich Olivenöl geträufelt wird, wird gerne als Vorspeise gereicht. Ebenso wie die Crostini oder der Panzanella. Wobei ersteres halbe geröstete Brotscheiben sind, die mit Pasten aus Hühnerleber oder Trüffel oder Majonäse und Pilzen oder Majonäse und Thunfische oder kleingehakten Tomaten bestrichen werden. Der Panzanella ist ein auch in der Toskana beliebtes klassisches Gericht. Ein Brotsalat aus in Wasser aufgeweichten altbackenen Brotscheiben oder Brotstücken, die mit Tomaten, Zwiebeln, Basilikum, Olivenöl, Essig und Salz angemacht werden.

Anreise, Reisezeit, not to be missed

Umbrien ist am besten per Flugzeug via Rom, Florenz, Pisa oder Ancona zu erreichen. Vom jeweiligen Flughafen aus geht es per Mietwagen in rund zweistündiger Fahrt nach Umbrien.

Wer die Wärme liebt, reist am besten in den Monaten Mai bis einschließlich September nach Umbrien. Dann beträgt die durchschnittliche Tagestemperatur um die 26/24 Grad im Juni und September. Im Juli und August sind es 28/29 Grad.

Für Ihre Umbrien Reise empfehlen wir:

  • Perugia, die lebendige jedoch noch nicht überlaufene Hauptstad Umbriens mit ihrer über 2500jährigen Geschichte.
  • Assisi, die Stadt des Heiligen Franziskus.
  • Montefalco, wo der weltbekannte Wein Sagrantino zu Hause ist.
  • Gubbio mit seiner mittelalterlichen Altstadt.
  • Orvieto, die auf Tufffelsen erbaute Etruskerstadt mit ihrem gotischen Dom.
  • Den Trasimenosee, den viertgrößten See Italiens mit seinen drei Inseln.
  • Das Neratal und Norcia, die Geburtsstadt des Heiligen Benedikt.
  • Das Hochplateau von Castelluccio im Sibillini Nationalpark.