Regionen Italiens

Sehenswürdigkeiten

Die Maremma ist ein Teil der südlichen Toskana und umfasst den flachen, von den Hügelketten der Monti dell’Uccellina unterbrochenen Küstenstreifen zwischen dem Golf von Follonica, den Flussläufen der Bruna und des Ombrone sowie der Lagune von Orbetello am Monte Argentario, ursprünglich eine zusammenhängende, mit dem Tyrrhenischen Meer verbundene Sumpflandschaft. Die größte Stadt der Maremma ist Grosseto.

Heute dominieren die Landwirtschaft und der Tourismus. Die Weine der Maremma sind inzwischen weltbekannt, wie zum Beispiel der Sassicaia.

Hier herrscht der sogenannte „sanfte Tourismus„, große Hotelbauten mit Eingriffen in die Landschaft sind praktisch unbekannt. Typische Unterkünfte dieser Gegend sind Ferienwohnungen, Camping oder Agriturismo. Die Strände der Maremma erhalten bei den jährlichen Prüfungen beste Noten hinsichtlich Wasserqualität und Sauberkeit.

Die Küste der Maremma verzaubert ihre Besucher durch ihre Ursprünglichkeit. Ihren Reiz liegt in ihrer Vielfalt: die Überreste antiker Kulturen (Etrusker), die mittelalterlichen Orte, das lebendige Volksbrauchtum (hier leben die „Cowboys der Toskana“), eine Landschaft, in der sich malerische Weinberge und Olivenhaine mit Naturschutzgebieten abwechseln und das Meer mal mit spektakulären Felsklippen mal an unberührten Sandstränden zum Baden einlädt.

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Essen

Wie überall in der Toskana wird auch in der Maremma die Tradition des guten und gesunden Essens gepflegt. Hier herrschen einfache und bescheidene Gerichte. Landwirte und Fischer aus diesem Landstrich haben im Laufe der Geschichte eine genussvolle und authentische Gastronomie entwickelt, vor allem Gemüse- und Fischsuppen, aber auch Wild- und vor allem Wildschweingerichte.

Unter den typischen Genüsse der Maremma, finden wir Weine, Olivenöl, Käse, Salami und Schinken, Kastanien, Pilze und Trüffel. All diese Produkte kann man sowohl direkt bei den Produzenten als auch bei den vielen beliebten Volksfesten (sagre)  und natürlich in Restaurants und Trattorie geniessen.

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Bei den Vorspeisen sollte man zum Beispiel die Bottarga di Orbetello erwähnen. Die Bottarga ist eine Speise, die aus dem Rogen der Großkopfmeeräsche Mugil cephalus (Bottarga di muggine) besteht. Der Rogen wird bei der Lagune von Orbetello immer noch per Hand verarbeitet. Er wird gesalzen, gepresst, an der Sonne getrocknet und dann vakuumverpackt. Am besten sollte man ihn mit Olivenöl, Pfeffer und Zitrone, oder als Sauce bei einem Teller Spaghetti probieren.

Die Bruschette sind auch in der Maremma beliebt. Diese werden mit Käse, Anchovis oder Salami bestückt. Typisch für diese Gegend sind der Wildschweinsalami bzw. -schinken, sowie Käsesorten aus Schaf-und Ziegenmilch.

Bei den „primi piatti“ sollten wir die Pappardelle al cinghiale, Bandnudeln mit Hasenragout, aber auch die Fettuccine ai tartufi bianchi (mit weisser Trüffel) oder die Tortelli maremmani, mit Spinat und ricotta gefüllte Nudeln erwähnen. Im Fischbereich finden wir Tagliolini (hausgemachte Eiernudeln) aber auch Risotto mit Scampi. Auch in der Maremma, so wie in der Gegend um Siena, finden wir die Pici, eine mit den Spaghetti verwandte Pasta, die aber dicker sind und meistens handgemacht werden. Ursprünglich ein klassisches Bauerngericht, werden sie ohne Eier hergestellt und mit Fleischsaucen begleitet.

Bei den Suppen haben wir verschiedene Varianten der Acquacotta, eine Gemüsesuppe mit Röstbrot, Ei und Käse. Kichererbsen oder Bohnen werden als Suppe serviert, oft zusammen mit Altbrot oder Steinpilze. Nicht zu vergessen sind die Fischsuppen, wie zum Beispiel die Caldaro.

Im Fischbereich bietet die Maremma den Stockfisch Baccalà alla maremmana, den Insalata di pesce sowie den Scaveccio, ein Gericht aus preiswertem Fisch, weil mit vielen Gräten, und daher schwer zu verkaufen (Gelbstriemenbrasse, Bastardmakrele, Meerbrasse). Diese Fische werden dann mariniert um die Gräten aufzuweichen und essbar zu machen.

Im Fleischbereich herrscht der Wildschwein. Aber auch andere Tiere wie Lamm, Ente, Huhn und Reh finden ihren Platz in der maremmanischen Küche.

Weine spielen in der Maremma eine große Rolle. Wir finden hier sowohl rote als auch weisse Weine höchster Qualität wie den roten Morellino di Scansano oder den weissen Bianco di Pitigliano. Alle Weine werden hier vom besondern Klima beeinflusst: gleichzeitig in der Nähe vom Meer aber auch der Bergen und Hügeln, die Winterzeit ist nie besonders kalt und die Sommermonate nie zu heiss.

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Urlaub: Anreise, Reisezeit, not to be missed

Auto: Die Hauptstadt der Maremma Grosseto befindet sich 481 Km von Chiasso, 592 Km vom Brenner entfernt. Man erreicht sie ab Chiasso über Mailand, Parma, La Spezia und dann entlang der thyrrenischen Küste. Wenn man vom Brenner kommt, dann fährt man über Verona, Modena, Florenz, Siena und erreicht Grosseto.

Flugzeug: Rom (172 Km), Florenz (149 Km) oder Pisa (155 Km) können angeflogen werden. Dort empfiehlt es sich jeweils einen Leihwagen zu nehmen.

Die beste Reisezeit für die Maremma ist sicherlich im Frühjahr oder Herbst, wenn die Tage bereits oder noch mild und warm sind. Im Sommer klettert das Thermometer, besonders im August, häufig auf um die 35 Grad. Diese Jahreszeit ist vor allem für Hitzeliebhaber, die auch warme Nächte mögen, geeignet. Im Frühjahr und Herbst können die Nächte nicht selten empfindlich kühl sein.

Für Ihre Reise in die Maremma empfehlen wir:

  • Die Halbinsel Argentario, mit ihren malerischen Hafenstädtchen Porto Santo Stefano und Porto Ercole, ihren Buchten und wunderschönen Strände mit kristallklarem Wasser.
  • Capalbio, die kleine vom Schutzwall umgebene Stadt mit ihrer Festung Rocca Aldobrandesca.
  • Castiglione della Pescaia, oben auf dem Kap mit herrlichem Blick zum Meer und langen Sandstränden.
  • Die Insel Giglio, mit ihren bunten Häusern direkt am Hafen und einem atemberaubenden Blick von ihrer Festung aus oben auf dem Berg.
  • Die Insel Giannutri, ein Naturschutzgebiet mit Resten einer kaiserlichen römischen Villa.
  • Massa Marittima, mit seiner wunderschönen Altstadt.
  • Monta Amiata, der höchste Berg der südlichen Toskana, mit seinen Wanderwegen, der WWF Oase Bosco Rocconi und der Abtei San Salvatore.
  • Orbetello: am besten bewundert man diesen in der Lagune von Orbetello gelegene Ort von oben, und zwar vom Kloster der Passionisten am Telegrafenberg aus. Empfehlenswert in der interessanten Altstadt sind die Wassermühle, die alte etruskische Mauer und die Promenade entlang der Lagune.
  • Pitigliano ist ohne Zweifel einer der malerichsten Kleinstädte Italiens. Der Blick zur Stadt vom Belvedere aus entlang der SR 74 Maremmana ist atemberaubend! Zu sehen sind der jüdische Viertel und der monumentale Aquädukt.
  • Die „Cascate del Mulino„. Nicht weit vom kleinen Ort Saturnia strömen pro Sekunde 800 Liter 37 Grad warmes, schwefelhaltiges Thermalwasser, die sich über die Cascate del Mulino ergießen.  Das Baden in den natürlich geschaffenen Sinterbecken ist kostenlos. Not to be missed!

 

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