Reiseverlauf
Sonntag: Benvenuti im Piemont, im Monferrato: Ankommen und Wohlfühlen
Individuelle Anreise zur Cascina Vignole bei Asti – idyllisch gelegen zwischen Weinbergen und Wäldchen. Für eure Anreise mit dem Auto stehen Parkplätze zur Verfügung. Nach dem Zimmerbezug bleibt Zeit, im Garten oder am Pool zu entspannen. Am frühen Abend stoßen wir mit einem Aperitif auf unsere gemeinsame Reise an und werden von unserer Wanderführerin Raffaella herzlich begrüßt. Anschließend genießen wir beim ersten gemeinsamen Abendessen die ausgezeichnete piemontesische Küche unseres Hauses – frisch, regional und mit viel Liebe vom Sohn der Gastgeberfamilie zubereitet.
Montag:
Trüffelsuche und Wanderung
Gleich am Morgen starten wir direkt von der Cascina Vignole zu einem besonderen Erlebnis: Wir begleiten den Sohn des Hauses – passionierter Trüffeljäger und zertifizierter Giudice di Tartufi – auf eine Trüffelsuche in den eigenen Wäldchen rund um die Unterkunft. Mit dabei sind seine ausgebildeten Hunde, die mit feiner Nase die wertvollen Knollen aufspüren.
Anschließend brechen wir direkt zu unserer Wanderung auf – ebenfalls ab Haustür. Wir folgen einem der Sentieri della Freisa, durch Weinberge, kleine Weiler und schattige Wäldchen. Unterwegs passieren wir eine der berühmten Riesenbänke, die zu einer kurzen Pause mit spektakulärem Panoramablick einlädt. Ein weiterer stimmungsvoller Halt bietet sich bei Madonna della Neve, einer kleinen Wallfahrtskirche, die idyllisch in der Landschaft liegt. Mittags erreichen wir das Weingut Montagnetta, wo wir den Winzer persönlich kennenlernen. Hier erwartet uns eine Verkostung der typischen Weine des Monferrato – natürlich darf dabei die Freisa, die diesem Wanderweg ihren Namen gibt, nicht fehlen. Gestärkt machen wir uns anschließend auf den Weg zurück zur Cascina Vignole.
Wanderung an diesem Tag ca. 3,5 – 4 Stunden reine Gehzeit (dabei auch die Trüffelsuche), ca. 14 km
Dienstag: Castagnole Monferrato und der Ruchè-Wein
Heute steht eine panoramische Wanderung rund um Castagnole Monferrato auf dem Programm. Der Ort ist berühmt für den Ruchè, ein Wein aus der gleichnamigen Rebsorte, die nur hier angebaut wird. Er ist von unverwechselbarem Charakter, mit blumigen Düften nach Rosen und Veilchen, sowie dem würzigen Geschmack, der ihn einzigartig macht. Zunächst aber wandern wir: wieder vorbei an einer der originellen, bunten Riesenbänke mit tollem Ausblick. Dann, im ständigen Auf und Ab, über mit Weinreben bestandene Hügel, auf denen hin und wieder malerisch eine Kapelle oder ein kleines Winzerhäuschen thront. Unterwegs erreichen wir die Orte Grana und Montemagno, wo sich die Gelegenheit zu einer Mittagsrast bietet. Am Nachmittag erwartet uns die Besichtigung und Verkostung in der Kellerei Montalbera, einem der wichtigsten Produzenten des Ruchè in traumhafter Lage in einem “Amphitheater zwischen den Weinbergen”.
Wanderdauer an diesem Tag: ca. 4 Stunden reine Gehzeit, ca. 14 km, +/- 250 m
Busfahrt 80 km
Mittwoch: Der Heilige Berg Crea und die Barbera-Traube
Heute entdecken wir einen der legendären „Heiligen Berge“ (Sacri Monti) des Piemont – Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Mit dem Bus erreichen wir das hübsche Örtchen Moncalvo mit seinem schönen historischen Zentrum, wo wir eine kurze Espresso-Pause einlegen. Von dort wandern wir durch die malerische Hügellandschaft zum Sacro Monte di Crea, mit seinen zahlreichen Andachtskapellen und herrlichem Rundblick über die Weinberge und die Alpengipfel. Nach der Besichtigung geht es hinunter zur Tenuta Tenaglia, einem prachtvollen historischen Weingut direkt am Fuß des Heiligen Berges. Dort werden wir von Sabine Ehrmann persönlich durch die modernen Keller geführt und verkosten einige ihrer vielfach ausgezeichneten Weine – mit Schwerpunkt auf der Barbera-Traube, dem roten Klassiker der Region. Dazu genießen wir kleine lokale Spezialitäten.
Wanderung: ca. 3 Stunden Gehzeit, 10 km, +/- 330 m. Busfahrt ca. 85 km
Donnerstag: Die Hügel des Monferrato und die Freisa-Traube
Der Bus bringt uns ins nahegelegene Castelnuovo Don Bosco, ein kleines Städtchen, eingebettet in wunderschöne Landschaft. Hier können wir uns für ein Picknick eindecken, bevor die Wanderung beginnt. Meist findet donnerstags der Wochenmarkt statt und wir haben etwas Zeit, dort zu stöbern.
Das Gebiet ist berühmt für eine Vielzahl romanischer Kirchen. Die berühmteste ist die Abtei von Vezzolano, auf die wir bei unserer Wanderung treffen. Sie ist das bedeutendste romanische Bauwerk des Piemont und wurde der Legende nach von Karl dem Grossen gegründet. Nach der Besichtigung durchqueren wir wunderschön gelegene Weinberge, auf denen auch die Rebsorte Freisa angebaut wird. Das ist eine autochthone rote Weinsorte, die schon lange wegen ihrer wunderbaren Vielseitigkeit in der Region geschätzt wird. Gianni Vergnano von der Kellerei Gilli, die wir an diesem Nachmittag besuchen, hat das Potential dieser Rebsorte erkannt und ihr mit besonderen Vinifizierungsmethoden zu grossem Ausdruck verholfen, was auch über die Regionalgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt hat. Lassen wir uns überraschen und geniessen auch die schöne Atmosphäre in dieser kleinen Kellerei.
Wanderdauer an diesem Tag: ca. 3,5 Std reine Gehzeit, ca. 12,5 km. + 380 m/- 440 m.
Busfahrt ca. 30 km
Freitag: Arrivederci und alla prossima!
Eine schöne Reise geht zu Ende. Sie lässt sich aber auch wunderbar noch verlängern, zum Beispiel mit einem Aufenthalt in einem der anderen Gebiete des Piemont, wie den Langhe oder der Hauptstadt Turin. Oder vielleicht möchtet ihr die Reise ja mit einer anderen Tour aus unserem Reiseprogramm kombinieren?
Änderungen vorbehalten
Das 2026 Reiseprogramm als PDF zum Ausdrucken »
Leistungen
- 5 Übernachtungen in DZ in der Cascina Vignole m. 5 x Frühstück u. 5 x Abendessen (mehrgängige Menü, davon ein Trüffel-Essen, ohne Getränke).
- Begrüssungsaperitif im Hotel
- Wanderführerin für alle Wanderungen
- Alle Transfers im privaten Bus lt. Programm
- Weinverkostungen (teils mit kleinem Imbiss) mit Besichtigung der Kellereien Montalbera, Tenuta Tenaglia, Gilli, La Montagnetta
- Trüffelsuche
(bei Nichtverfügbarkeiten können einzelne Kellereien durch ein gleichwertiges Weingut in derselben Weinregion ersetzt werden)
Programmänderungen vorbehalten!
NICHT INBEGRIFFENE LEISTUNGEN
- An- und Abreise nach Montafia
- Übernachtungssteuer
- Trinkgelder
- Getränke zu den Abendessen
- Trinkwasser und evtl. Snacks für unterwegs
- Alle weiteren nicht eindeutig erwähnten Leistungen
Unterkunft
Asti

Das Landhaus
Der charmante Agriturismo Cascina Vignole liegt in einem der schönsten Teile des Piemont eingebettet zwischen Weinbergen und kleinen Wäldchen – nur wenige Fahrminuten von Asti, mitten im Genussland Monferrato. Er wurde mit viel Geschmack und Liebe zum Detail im traditionellen piemontesischen Landhausstil errichtet. Das familiengeführte Anwesen verbindet authentisches Flair mit modernem Komfort: Warmes Landhausambiente, individuelle Einrichtung – und eine herzliche Gastgeberfamilie, die teils piemontesische, teils deutsche Wurzeln hat. Der große Garten mit Swimmingpool und die sonnige Panoramaterrasse laden zum Entspannen ein.
Die Zimmer
Die neun Zimmer und das Apartment sind hübsch und wohnlich eingerichtet; einige begeistern mit handbemalten Blumenmotiven oder liebevoll restaurierten Möbelstücken aus alten piemontesischen Schlössern und Bauernhäusern. Alle Zimmer verfügen über moderne Bäder mit Dusche sowie Klimaanlage (bzw. Heizung).
Die Küche, die Trüffel, der Wein
Im Mittelpunkt stehen die kulinarischen Traditionen der Region: Zum Frühstück gibt es frisch gebackenes Brot, hausgemachte Marmeladen, lokale Käsesorten und feines Gebäck. Abends kocht der Sohn der Familie, ausgebildeter Chefkoch und passionierter Trüffeljäger (Giudice di Tartufi), kreative Menüs mit piemontesischen Spezialitäten – gern verfeinert mit frischen, selbst gesuchten Trüffeln aus dem eigenen Wald. Jeden Abend erwartet dich ein neues, liebevoll zubereitetes Drei-Gänge-Menü. Die Weinkarte bietet Weine aus der direkten Nachbarschaft im Monferrato.
Die Cascina Vignole ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen durch das UNESCO-Welterbe Monferrato: Zwischen den berühmten Barbera-, Grignolino- und Moscato-Weinbergen, mittelalterlichen Dörfern und spektakulären Panoramawegen entdecken Outdoorfans, Weinliebhaber und Genussmenschen gleichermaßen das authentische Piemont – abseits vom Trubel und ganz nah an der Seele der Region.
Hier gibt es einen kleinen Film zum Agriturismo
Essen
Gastronomische Spezialitäten
Kulinarisch mischt das Piemont ganz vorne mit. Die Gastronomie in dieser Region gehört zu den besten in ganz Italien. Weine, Trüffel und Käse aus dem Piemont hat fast jeder Fan der italienischen Küche schon einmal probiert.
Barolo, Barbaresco, Barbera, Dolcetto, Gavi, Nebbiolo, Asti Spumante, um nur einige zu nennen. Die Weine aus dem Piemont haben sich auch über die Region hinaus einen Namen gemacht. Nachweislich wird in dieser Region bereits seit dem Mittelalter Wein angebaut. Wahrscheinlich reicht die dortige Erfahrung in Sachen Weinanbau aber sogar noch weiter zurück, bis in die Antike.
Der „König der italienischen Rotweine“ wie der Barolo gerne genannt wird, ist der bekannteste unter den Rotweinen aus dem Piemont.
Er besteht zu 100% aus der Nebbiolotraube und wird in den Langhe Bergen südlich von Alba angebaut. Ein körperreicher voller Geschmack und ein hoher Tanningehalt sind typisch für ihn. Sein kleiner Bruder Barbaresco kommt etwas samtiger daher. Auch er wird sortenrein aus Nebbiolotrauben gekeltert. Geschmacklich macht sich beim Barbaresco aber bemerkbar, dass die Weinanbaugebiete für diesen Wein etwas tiefer liegen und eine andere Bodenbeschaffenheit haben als die des Barolo.
Alba, Synonym für den teuren Speisepilz mit dem charakteristischen Aroma. Im Herbst lockt die Stadt Alba jedes Jahr Tausende Trüffelliebhaber ins Piemont. In zahlreichen Varianten ist der Trüffel in der piemonteser Küche zu Hause. Beispielsweise in Kombination mit den hausgemachten Eiernudeln Tajarin oder auf einem Steak aus dem Fleisch autochthoner piemontesischer Rinder.
Apropos Nudeln: Außer den Tajarin sollten bei einer kulinarischen Reise ins Piemont auch die Plin auf dem Speiseplan stehen, kleine mit Fleisch und Gemüse gefüllte Ravioli. Das Wort Plin bedeutet im piemontesischen Dialekt übrigens so etwas wie kneifen. Der Teig der gleichnamigen Nudeln wird nicht geknetet, sondern so lange „gekniffen“ bis er die richtige Konsistenz hat.
Was den Käse angeht, ist im Piemont die Nachbarschaft zu Frankreich spürbar. Castelmagno, Taleggio, Raschera, Bra und Bra Ciuk – mit Barolo Wein ‚besoffenen‘ gemachter Bra Käse – unter zahlreichen Käsesorten ist für jeden Geschmack etwas zu finden. Zu den bekanntesten Käsearten dieser Region zählen der Robiola und der Toma Piemontese. Der Robiola ist ein aus Kuh- oder Schafsmilch zubereiteter Weichkäse mit Weißschimmelrinde. Der Toma wird ausschließlich aus Kuhmilch zubereitet, wahlweise aus Voll- oder teilentrahmter Milch, und kommt in unterschiedlichen Reifegraden auf den Tisch.
Als Nachtisch aus dem Piemont soll hier nur der Bonet erwähnt werden. Eine Art Pudding aus Kakao, Amaretti und Rum, bei dem die zerbröselten Amaretti und der Rum unter eine Milch-Eier-Zucker-Masse gemischt werden. Diese Puddingmasse wird in einer feuerfesten Form auf karamellisiertem Zucker im Ofen gegart, bis ein schnittfester Pudding entsteht.
Was Nutella, Mon Chéri, Kinder Schokolade und Co angeht, ist das Piemont buchstäblich in aller Munde. Ferrero hat seinen Hauptsitz in Alba. Doch auch wenn die Hauptzutat der Nutella Haselnüsse sind und rund um Alba zahlreiche Haselnussbäume wachsen, in die Nutella kommen die Haselnüsse aus dem Piemont nicht. Dafür werden weltweit Haselnüsse eingekauft. Aus den piemonteser Haselnüssen stellen heutzutage kleine örtliche Produzenten Haselnusscreme her. Die ist zwar nicht so bekannt wie die aus dem Glas mit der schwarz-roten Schrift, schmeckt aber mindestens genauso lecker. Und auch die viel beworbenen Piemont Kirschen, die angeblich Mon Chéri so besonders machen, stammen nicht aus dem Piemont. Genauer gesagt: Diese Kirschsorte gibt es gar nicht. Sie ist eine reine Erfindung cleverer Marketingstrategen.
Ebenfalls viel beworben, aber dennoch ganz real, ist die Slow Food Bewegung, die in den 80iger Jahren in Piemont gegründet wurde. Altes Wissen für die Küche zu bewahren und traditionelle regionale Lebensmittel vor dem Aus im Konkurrenzkampf mit Massenware und Industrieprodukten zu schützen, ist das Ziel dieser Bewegung, die sich bewusstes Genießen regionaler Gerichte auf die Fahnen geschrieben hat. In Pollenzo, im ehemaligen Sommersitz des Könighauses Savoyen, befindet eine private Universität der Gastronomischen Wissenschaften.
Vielleicht liegt es ja auch mit an der Slow Food Bewegung, dass die Grissini, die dünnen, mürben Brotstangen aus Hefeteig, zwar in ganz Italien verbreitet sind, aber nirgendwo so gut schmecken wie im Piemont.
Unsere Weinkeller in Monferrato
Weingüter im Monferrato – Vielfalt, Tradition und Charakter
Das Monferrato ist eine der traditionsreichsten und authentischsten Weinregionen des Piemont. Die Weingüter im Monferrato stehen für Vielfalt und Charakter: Sonnige Hügel, kalkreiche Böden und jahrhundertealtes Winzerhandwerk prägen den unverwechselbaren Geschmack. Neben der berühmten Nachbarregion Langhe – bekannt für Barolo und Barbaresco – setzt das Monferrato eigene Akzente mit Rebsorten wie Barbera, Grignolino, Freisa und Malvasia. Die Rotweine zeigen sich aromatisch und elegant, die Weißweine – etwa Cortese oder Chardonnay – überzeugen mit frischer Mineralität.
Oft sind es bodenständige Familienbetriebe, die die Weingüter im Monferrato prägen. Hier verbinden sich Tradition und moderne Kellerkunst, Gäste werden herzlich empfangen und können in stimmungsvollen Weinkellern oder mitten in den Weinbergen verkosten – ein direkter Einblick in die Seele der Region.
Mit dem UNESCO-Welterbe-Status der Weinlandschaften zeigt sich, wie tief die Weinkultur hier verwurzelt ist. Unsere Auswahl der Weingüter im Monferrato spiegelt diese Vielfalt: von traditionsreichen Familienweingütern bis zu innovativen Kellereien mit Bezug zu Kultur und Kunst – jede Verkostung erzählt eine eigene piemontesische Geschichte.
Tenuta Tenaglia bei Crea

Im 17. Jahrhundert sicherte sich der berühmte Feldherr und Gouvernateur von Moncalvo Giorgio Tenaglia das ehemals klösterliche Anwesen, nannte es La Tenaglia und schaffte eine einzige Weinoase, um sich von seinen Feldzügen zu erholen und neue Inspiration zu schöpfen. Im Lauf der Jahrhunderte war das Weingut immer in der Hand von Experten, die es immer weiter ausbauten und die Qualität der Weine verbesserten.

Seit 2001 ist das Weingut im Besitz der deutschen Unternehmerfamilie Ehrmann. Im Jahr 2004 hat sich die Tochter Sabine der Leitung des Weingutes mit Leidenschaft angenommen. Sie lebt seit mehr als 20 Jahren mit ihrer Familie in Italien und versteht dadurch gut die italienische Mentalität und die italienische Lebensart. Deshalb vertraut sie sich auch einem italienischen, qualifizierten und motivierten Team an, um immer bessere, typisch piemontesische Weine zu produzieren. Das Anwesen gilt nicht nur als eines der führenden Weinkeller des Monferrato, sondern sieht sich auch als internationale Begegnungsstätte für Kunst und Kultur. Es finden regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen statt, welchen der Leitgedanke des internationalen Dialogs und der Freude am Leben zugrunde liegt.

Die Kellertechnik wurde in den letzten 10 Jahren verbessert, es wurde in neue und schon bestehende Weinberge investiert, das Marketing/Public relations wurden verbessert um immer neue, innovativere Wege zu gehen.

Es werden 2 Weißweine produziert, davon ein Piemonte Chardonnay und der Spitzenweißwein „Oltre“ (nur circa 1.000 Flaschen im Jahr), der 12 Monate in Französischen Barriques reift. Die Hauptproduktion ist natürlich der Barbera. Davon entstehen jährlich 3 Spitzenweine, die in Barriques und Tonneaux reifen. Nicht zu vergessen der Grignolino (autochthone Traube des Piemonts) mit dem das Weingut groß wurde und der Monferrato Rosso DOC. Es ist reiner Syrah, der in neuen Barriques veredelt wird. Weiterhin gibt es einen Rosé aus Barbera- und Grignolinotrauben und ein neuer Monferrato Bianco DOC aus Chardonnay und Timorasso.

Cantina Montalbera – Ruchè bei Castagnole

Die malerische Umgebung von Castagnole Monferrato und der dort entstehende Wein Ruchè ist eine der Überraschungen, die wir auf unserer Monferrato-Wanderreise für euch bereithalten.
Der Ruchè aus Castagnole Monferrato DOCG ist ein Wein mit einem unverwechselbaren Charakter. Der angenehme Duft nach Rosen- und Veilchenblüten, die fruchtigen Andeutungen von Aprikosen und die würzigen Nuancen, die sich allmählich entwickeln, überzeugen vollends, wenn er im Glas geschwenkt wird. Weder sind die Ursprünge dieser faszinierenden Weintraube bislang geklärt worden, noch die Etymologie des Namens. Eine der Mutmaßungen ist die Ableitung vom Namen des heiligen „San Rocco“. Nach dem ist auch ein Kloster in der Gegend benannt, dessen Mönche diese Rebsorte zuerst angebaut haben sollen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Ruchè von antiken Weinreben aus Hochsavoyen abstammt. Was in diesem Zusammenhang mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass diese Weinsorte im Monferrato ihren Boden und somit ihre Bestimmung gefunden hat, die ihrer Qualität den besten Ausdruck verleiht.

Die Wiedergeburt des Ruchè in den siebziger Jahren ist einem sehr aufmerksamen Priester, Don Giacomo Cauda, zu verdanken. Er soll diese Rebsorte, die endgültig zu verschwinden drohte, wiederentdeckt haben. Der am Ende der Siebziger Jahre nach Castagnole Monferrato versetzte Pfarrer fand als „Segen für die Gemeinde“ 10 Reihen mit der Rebsorte Ruchè vor … und die Geschichte nahm ihren Anfang.
Fasziniert von den Eigenschaften der Rebe entwickelte er eine Leidenschaft für diese Rebsorte, die er spontan an den an der Pflanze reifenden Beeren erkannte. In einer seiner Aufzeichnungen beschreibt er die Rebsorte folgendermaßen:

“Der Wein hat nicht nur einen ausgezeichneten Körper, er bietet auch ein perfektes Gleichgewicht zwischen einzigartigen Aromen, Geschmacksnuancen und Düften. Mit Bedacht genossen befreit er den Geist und verleiht den Gedanken Flügel…
Cascina Gilli bei Castelnuovo Don Bosco

Die Cascina Gilli liegt in traumhafter Position in den Hügeln des unteren Monferrato zwischen Castelnuovo Don Bosco und Albugnano. Der Höhenzug ist gänzlich mit Weinbergen bedeckt und besteht aus hellen Böden, ein ideales Terroir für besonders duft- und körperreiche Weine.

Das Anwesen von 20 ha wird von Gianni Vergnano geleitet, der das Gut mit grosser Sorgfalt führt. Besonderes Augenmerk legt er seit jeher auf die Wiedergewinnung der heimischen Rebsorten, die seit jeher in diesen Hügeln verankert sind. So ist das Weingut Gilli heute vor allem bekannt und geschätzt für seine Freisa (eine Rebsorte, zu der das Weingut Gilli gemeinsam mit der Universität Turin Forschungsarbeit durchführt), Barbera, Bonarda und die Malvasia di Castelnuovo Don Bosco.

Geniessen Sie hier die herzliche Gastfreundlichkeit und wunderbare Atmosphäre.

Kellerei La Montagnetta bei Montafia

Die Kellerei La Montagnetta ist ein kleines, familiengeführtes Weingut und liegt idyllisch in den Hügeln nördlich von Asti, im Val Triversa. Geleitet wird das Weingut von Domenico Capello – von allen nur „Mimmo“ genannt – einem besonders charmanten und gewitzten Winzer, dessen Kreativität sich bereits an den humorvollen Namen und originellen Etiketten seiner Weine zeigt. Mit viel Herzblut kultiviert Domenico traditionelle Rebsorten wie Barbera, Freisa und Viognier auf den abwechslungsreichen Böden rund um Roatto; das Ergebnis sind charaktervolle, ehrliche Weine, die die Eigenart des Terroirs widerspiegeln.

Im Rahmen unserer Wanderreise im Monferrato besuchen wir La Montagnetta auf einer der schönsten Etappen, die wir direkt von der Unterkunft aus beginnen. Hier erleben wir nicht nur authentische handwerkliche Weinproduktion und entspannte piemontesische Landhausatmosphäre, sondern lernen auch Domenicos ganz besondere Gastfreundschaft und seinen augenzwinkernden Humor kennen – ein echtes Highlight, das die regionale Weinkultur lebendig und persönlich erfahrbar macht.

Unsere Wanderführerin
Raffaella Bonetto

„Nach der Universitätszeit und einer Studien- und Joberfahrung in Deutschland, habe ich die Zulassung als Fremdenführerin im Piemont erworben.
Seit vielen Jahren arbeite ich im Südpiemont, wo ich geboren bin, und beschäftige mich mit Kulturreisen (mit Vorliebe für Mittelalter und Barock), aber auch mit kulinarischen Touren zur Entdeckung der Spezialitäten der Region: vom Trüffel bis zum Wein, von der Haselnuss zur Schokolade bis zum Reis und dem Käse. Alles gehört zu den Bräuchen, Traditionen und Geschichte von meiner wunderbaren und noch nicht zu touristischen Region. Gerne möchte ich meinen Gästen das Ganze näher bringen, damit sie Lust bekommen, ins Piemont zu fahren.
In meiner Freizeit lese ich gerne, ein bisschen von allem; ich gehe oft mit Freunden und mit meinem Hund Luna im Monferrato wandern. Was mir am Monferrato sehr gut gefällt, sind die Vielfalt der Natur, die immer neuen Ausblicke von den nicht zu steilen Hügeln, die ruhigen und kleinen Dörfer, wo die Atmosphäre der Vergangenheit noch zu spüren ist.
Aus dieser Liebe zur Natur und allem, was sie zu bieten hat, im Wechsel der Jahreszeiten mit ihren charakteristischen Farben und Düften, beschäftige ich mich neuerdings auch mit Wandertouren im Monferrato. Ich freue mich also sehr auf unsere Wandern-und Weintouren, auf die Entdeckung von kleinen romanischen Kirchen, von Big Benches, von kleinen Dörfern und natürlich von den hervorragenden Weinen der Region!“
Ausrüstung / Schwierigkeit
WANDERSCHWIERIGKEIT ●●○○○
Die Wanderungen sind im Piemont meist einfach über Wald- und Weinbergswege. Für alle Wanderungen sind gute Wanderschuhe vonnöten, genauso wie Trittsicherheit und Fitness. Weiterhin empfehlen wir geeignete Kleidung, einen Wanderrucksack, eine Kopfbedeckung sowie Sonnen- und Regenschutz. Trinkwasser (wir empfehlen ca. 1,5 l pro Tag) und kleine Energiesnacks (oder Nüsse, Kekse, Obst) für unterwegs sollte jeder Wanderer nach eigenem Bedarf mitführen. Auch Wechselkleidung und eine zusätzliche Kleidungsschicht empfiehlt sich je nach den Witterungsbedingungen
Gehzeit
Bei den nach jeder Tagesetappe angegebenen Gehzeiten handelt es sich um durchschnittliche Wanderzeiten, Pausen nicht inbegriffen. Natürlich können die Zeiten etwas variieren, sie hängen von der Gruppengrösse, der allgemeinen Fitness sowie verschiedenen anderen Faktoren wie zum Beispiel den atmosphärischen Bedingungen ab. Gern beraten wir Sie aber auch persönlich und ausführlich per e-mail oder auch telefonisch wenn Sie Fragen zu den Anforderungen und Schwierigkeitsgraden der Wanderwege haben.
Anreise
Unsere Wanderreisen ins Monferrato im Piemont beginnen und enden bei Asti, im Agriturismo Cascina Vignole. Die Anreise erfolgt individuell. Nachfolgend haben wir einige hilfreiche Informationen für die Organisation der Anreise zusammengestellt.
Bitte bei der Reiseplanung beachten, dass unsere Reisen mit dem Aperitif und einer kleinen Begrüssung im Hotel am Anreisetag gg. 19.00 Uhr beginnen.
Auto
Viele unserer Gäste reisen mit dem eigenen PKW an, manche hängen unterwegs noch eine Zwischenübernachtung an. Dadurch bietet sich der Vorteil, vor Ort die eine oder andere Leckerei einkaufen zu können. Ausreichend Parkplätze auf dem hoteleigenen Parkplatz stehen zur Verfügung.
Flugzeug
Der nächstgelegene Flughafen ist Turin. Turin wird täglich mehrfach von allen deutschen Flughäfen (mit Umsteigen in Frankfurt oder München) von der Lufthansa angeflogen.
Weiterreise vom Flughafen Turin:
Vom Flughafen gibt es den Bus (fährt ca. alle 15 min. und am Wochenende alle 30 min.) zum Bahnhof Turin Porta Nuova (Dauer ca. 45 Minuten). Ab Torino Porta Nuova geht es weiter mit dem Regionalzug nach Asti. Von dort geht es weiter mit dem Regionalzug nach Villanova d’Asti. Insgesamt ist man zwischen 50 Minuten und 1 Stunde unterwegs. Angekommen in Villanova ist es am besten, ein Taxi zu nehmen, die Cascina liegt 10 Minuten vom Bahnhof entfernt. Das Taxi muss allerdings vorreserviert werden – es steht nicht am Bahnhof bereit. Bitte gern bei uns anfragen! Ansonsten geht es natuerlich auch bequemer aber etwas laenger und entsprechend teurer (23 km) von Asti aus mit dem Taxi.
Genaue Informationen zu den Bahnverbindungen gibt es auf der webseite der Deutschen Bahn www.bahn.de oder derjenigen der italienischen Bahn www.trenitalia.com. Auf letzterer Seite können auch online Tickets gekauft werden. In letzter Zeit haben wir auch gute Erfahrungen mit der App und Webseite von https://www.thetrainline.com/de gemacht, wo man ebenfalls direkt die Tickets kaufen kann, auch landesübergreifend.
Gern helfen wir auch mit Informationen zur Anreise weiter.
Es ist auch möglich, einen privaten Transfer von einem der Flughäfen oder von Asti aus zu organisieren. Bitte diesen direkt bei uns anfragen: f.pittella@adagio-con-brio.com
Reisebedingungen
Wir organisieren auch Ihre Anreise ganz nach Ihrem Wunsch. Diese ist im Reiseangebot nicht enthalten, um Ihnen größtmögliche Flexibilität bei der Wahl der Verkehrsmittel, des Abreise-Orts/Flughafens und der Fluggesellschaft zu gewährleisten. Besprechen Sie die Einzelheiten mit unserem
Buchungsbüro: +49 (0)1573 354 2362.
Zahlungsbedingungen:
Die Buchung der Reise wird verbindlich, wenn sie schriftlich von uns bestätigt worden ist und darauf folgender Überweisung einer Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises. Der restliche Preis wird fällig, wenn feststeht, dass Ihre Reise – wie gebucht – durchgeführt wird und die Reiseunterlagen entweder in Ihrem Reisebüro bereitliegen oder Ihnen verabredungsgemäß zugesandt werden, spätestens jedoch 21 Tage vor Reiseantritt.
Rücktritt vom Reisevertrag:
Sie können jederzeit vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten. Wir sind in diesem Fall berechtigt, eine Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen zu verlangen, die wie folgt pauschaliert wird. Bei Rücktritt
bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 20 %
ab dem 30. Tag vor Reiseantritt 40 %
ab dem 24. Tag vor Reiseantritt 50 %
ab dem 17. Tag vor Reiseantritt 60 %
ab dem 10. Tag vor Reiseantritt 80 %
ab dem 3. Tag vor Reisebeginn und bei Nichtantritt der Reise 100 % des Reisepreises.
Muss die Reise aufgrund einer zu geringen Teilnehmerzahl oder aufgrund anderer Gründe, die beim Veranstalter liegen, abgesagt werden, so werden bereits geleistete Zahlungen umgehend in voller Höhe zurückgezahlt.