Reiseverlauf
Sonntag: Benvenuti in Friaul zu unserer Wanderreise
Eigene Anreise ins Friaul im Laufe des Nachmittags. Am frühen Abend begrüßt uns Barbara, unsere Wanderführerin, zu einem Aperitif mit einem Glas lokalem Weißwein. Bei dieser Gelegenheit lernen wir die Mitreisenden kennen und stimmen uns gemeinsam auf genussvolle Wandertage im Friaul ein. Das erste Abendessen genießen wir unserem Hotel, der Locanda & Osteria Elliot, die mit ihrer interessant interpretierten regionalen Küche begeistert.
Montag: Die Landschaft des Collio und ihre Weine
Die Hügellandschaft rund um Cormons, Capriva und Mossa bildet das traditionsreiche Weinbaugebiet Collio. Auf den sonnigen Südhängen erstrecken sich weitläufige, terrassierte Weingärten, die von wechselnden Waldflächen reizvoll durchbrochen werden. Dank des Zusammenspiels von Lage, Boden und mildem Klima finden wir hier eine Weinbaukunst, die einige der besten Weißweine Italiens hervorbringt. Wir starten in Cormons, wo wir uns für ein kleines Picknick eindecken können, bevor wir auf einer abwechslungsreichen Wanderung diese malerische Landschaft erkunden. Unter all den großartigen Weingütern haben wir die Kellerei Sturm ausgewählt, ein familiengeführtes Unternehmen, das uns mit seinen aromatischen Weißweinen, wie zum Beispiel dem Friulano begeistern wird. Anschließend fahren wir nach Oslavia, wo die Weine eine besondere Ausdrucksstärke und Eleganz entwickeln – Heimat einiger der eigenwilligsten Winzer Italiens. Nach einem Spaziergang durch die Weinberge besuchen wir einen dieser Winzer und verkosten die charakteristische Ribolla Gialla.
Wanderung: ca. 3,5 Std reine Gehzeit, Höhenmeter +/- 300 m: Fahrstrecke im Bus: ca. 55 km
Dienstag: Das Märchenschloss Miramare und das Karstgebiet bei Triest
Heute erkunden wir das steile, panoramareiche Karstgebiet am Golf von Triest. Unsere Wanderung beginnt am malerischen Schloss Miramare, das schneeweiß und weithin sichtbar auf einer Klippe über dem Meer thront. Die Lage des Schlosses auf der Spitze des Vorgebirges von Grignano macht diesen Ausblick zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Region. Nach einem Spaziergang durch den wunderschönen Schlosspark steigen wir steil hinauf in den Wald des Karst. Der Weg schlängelt sich durch eine typische Macchia-Landschaft, von hier genießen wir herrliche Ausblicke über den Golf von Triest. Gegen Mittag erreichen wir den kleinen Ort Santa Croce, wo wir eine Pause einlegen. Anschließend führt der Weg weiter bergauf nach Prepotto, Heimat der Vitovska-Traube und einiger besonderer Weingüter. Diese Winzer haben sich der Herstellung natürlicher Weine verschrieben, die in der schroffen Karstlandschaft eine außergewöhnliche Ausdrucksstärke entwickeln. Wir besuchen das Weingut Zidarich (alternativ das Weingut Colja) und lassen uns von den besonderen Weinen überraschen – natürlich mit Blick auf die beeindruckende Landschaft.
Wanderung: ca. 5 Stunden Gehzeit, Höhenmeter +500 m/-150 m: Fahrstrecke im Bus: ca. 130 km
Mittwoch: Dolce far Niente – ein freier Tag
Ein freier Tag, um das Friaul und seine Umgebung auf eigene Faust zu erkunden – ob bei einem Ausflug ins romantische Venedig oder nach Triest, einem entspannten Tag am Meer oder einer Tour in die Berge. Wer lieber in der Nähe bleiben möchte, kann die malerische Wein-Landschaft rund um unsere Unterkunft bei einer gemütlichen Wanderung entdecken. Für alle, die Lust auf eine geführte Tour haben, bieten wir eine fakultative Wanderung an – am besten gleich bei der Buchung anmelden, damit wir alles perfekt vorbereiten können. Das Abendessen bleibt heute ganz euch überlassen, damit ihr die kulinarische Vielfalt der Region ganz nach eurem Geschmack genießen könnt.
Donnerstag: Der Tagliamento, die Voralpen und der Schinken von San Daniele
Unsere heutige Wanderung startet in Pinzano al Tagliamento, ganz in der Nähe des Ortes San Daniele del Friuli, und führt uns hinauf zur aussichtsreichen Burgruine. Durch Wälder und über Wiesen gelangen wir zum Wasserfall Sflunc – ein stilles Kleinod am Waldrand.Wer möchte, kann ein kurzes Bad nehmen. Unterwegs begegnen wir passenden Zeugnissen des Ersten Weltkriegs wie dem Ossario Germanico und alten Bunkeranlagen, die an die bewegte Geschichte der Region erinnern. Unsere Wanderführerin begleitet uns zum beeindruckenden Tagliamento, einem der letzten „ungezähmten“ Flüsse Europas. Je nach Wasserstand zeigt sich der Fluss mal als schmales Rinnsal, mal als mehrere hundert Meter breiter Strom.
Zum Abschluss erwartet uns in der Locanda al Borcolan eine genussvolle Einkehr: Wir verkosten den berühmten San-Daniele-Schinken, regionale Spezialitäten und ein Glas friulanischen Wein. Am Nachmittag auf der Rückfahrt machen wir Halt in Cividale dei Friuli, dessen historisches Zentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und mit seinen verwinkelten Gassen und mittelalterlichen Bauwerken fasziniert.
Wanderung an diesem Tag ca. 3,5 Stunden, ca. 10 km, ca +/- 400 m. Busfahrt ca. 120 km insgesamt
Freitag: Wandern in Brda, Slowenien – Burgen, Wein und Alpe-Adria-Trail
Auf der slowenischen Seite heißt die malerische Collio-Landschaft „Brda“ und verzaubert mit sanften Hügelketten, auf denen Burgen und Schlösser thronen – fast wie in der Toskana. Die Wanderung führt abwechslungsreich durch Wälder und Weinberge, vorbei an alten Kirchen und kleinen Weilern. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch des Ortes Smartno (Sankt Martin), der wunderschön restauriert pittoresk auf einem Hügel liegt. Die kleinen Gassen laden zum entspannten Schlendern ein. Unser Wanderweg führt über einen Aussichtspunkt und verläuft teilweise auf dem berühmten Alpe-Adria-Trail. Zum Abschluss besuchen wir eine der spannendsten Kellereien der Region, die behutsam von einer Winzerin geführt wird. In dieser herrlichen Umgebung erwarten uns überraschende, elegante Weine und eine herzliche Gastfreundschaft.
Wanderung: ca. 4 Stunden, +/-500 m Fahrstrecke im Bus: ca. 35 km
Samstag: Arrivederci e alla prossima!
Eine schöne Reise geht zu Ende. Gern könnt ihr auch eine Verlängerung nach eurer Wanderung anfragen.
Änderungen vorbehalten
Das 2026 Reiseprogramm als PDF zum Ausdrucken »
Leistungen
6 Übernachtungen in DZ in der Locanda Elliot m. 6 x Frühstück u. 5 Abendessen (ohne Getränke). Aperitif am ersten Abend. Wanderführerin für alle Wanderungen. Alle Transfers im privaten Bus lt. Programm. Weinverkostungen mit Besichtigung in den Kellereien lt. Programm. Verkostung lokaler Spezialitäten in einem typiaschen Lokal.
Programmänderungen vorbehalten!
(bei Nichtverfügbarkeit werden einzelne Kellereien durch andere Weingüter in derselben Weinregion ersetzt)
NICHT INBEGRIFFENE LEISTUNGEN
An- und Abreise nach Manzano. Übernachtungssteuer, Trinkgelder, Getränke zu den Abendessen, Trinkwasser und evtl. Snacks für unterwegs. Alle weiteren nicht eindeutig erwähnten Leistungen.
Unterkunft
Wo: Manzano, Udine

Das 3-Sterne-Boutique-Hotel Elliot blickt auf die Hügel und verfügt über ein Gourmet-Restaurant, in dem auch gern Einheimische essen kommen. Die Unterkunft umfasst 12 klimatisierte Zimmer, die fast alle auf die schöne Landschaft des Collio schauen. Viele haben Balkon. Alle eleganten Zimmer sind farblich und thematisch individuell eingerichtet, ein jedes mit einem Thema, das von Künstlern und Persönlichkeiten dieser Gegend inspiriert wurde. Die Zimmer sind mit Klimaanlage, Satellitenfernsehen, Safe, Minibar, Haartrockner und Pflegeprodukten ausgestattet. Eine eine Kaffee-/Teemaschine und ein Wasserkocher stehen auf Anfrage zur Verfügung.
In Kürze wird ein WELLNESS-ZENTRUM mit finnischer Sauna, türkischem Bad mit Farbtherapie, schottischer Dusche und Entspannungsecke eröffnet.
Jeden Tag wird ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit ausgewählten süßen und herzhaften Produkten serviert. In der exklusiven Osteria werden die besten traditionellen Gerichte der Region mit saisonaler, abwechslungsreicher, raffinierter und authentischer Küche serviert. Die Weinkarte erwartet Sie mit einer großen Auswahl der besten lokalen und nationalen Weine.



















Barbara Pekari

Barbara Pekari ist in Österreich geboren und kam das erste Mal mit dem Studenten-Austausch-Programm „Erasmus“ nach Florenz.
Begeistert vom „italienischem Flair“ verlegte sie kurzerhand ihren Lebensmittelpunkt nach Italien und schrieb auch ihre Diplomarbeit über den Naturpark der Maremma. Seitdem hat sie das Land nicht mehr losgelassen.
Danach hat sie auch mehrere Jahre in der Toskana gearbeitet. Ihre Liebe zur Natur, Kultur und Tradition haben sie dazu geführt, ihre Ausbildung zur Stadt- und Wanderführerin zu machen.
Barbara Pekari lebt jetzt schon seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Italien und sie kennt viele Regionen sehr gut. Ihrem Mann, der im Forstschutz arbeitet und immer wieder einmal versetzt wird, folgte sie ins Friaul.
Ihre Ausbildungen, zuerst zur Natur- und Wanderführerin und nun auch zur Touristenführerin haben ihre Liebe zu diesem Land nur noch vertieft. Sie macht auch Touren mit Schwerpunkt „Kulinarik“ und Radtouren in vielen Gebieten Italiens.
Mit Freude, Spritzigkeit und Kompetenz zeigt Barbara Ihnen die vielseitige Kultur und die abwechslungsreichen Landschaften des Friaul.

Die Weingüter

Hier stellen wir einige der auf unserer Wanderreise nach Friulisch-Venetien besuchten Weingüter vor. Die nordöstliche Grenzregion Italiens profitiert vom mediterranen Klima einerseits und den alpinen Strömungen andererseits. Das meist nur Friaul genannte Gebiet gilt als die beste Weißweinregion Italiens schlechthin. Manche Kenner halten sie sogar für eine der weltweit besten Regionen für weisse Weine.
Qualitativ zählt das kleine Friaul sicherlich zu den großen italienischen Weinbauregionen. Und wenn Engagement und Seriosität mit der richtigen Sortenwahl, passenden Böden, strenger Ertragsbegrenzung und kompromissloser Vinifikation einhergehen, sind ganz bemerkenswerte Weine das Ergebnis. Zwar wurde in der Region schon seit der Antike Wein angebaut, aber in der Neuzeit gab es erst in den späten 60er Jahren die ersten Winzer, die mit kraftvollen Weinen mit feiner Säurestruktur für Aufsehen sorgten. Unter den dominierenden autochthonen Rebsorten besticht dabei der Friulano (ehemals Tokai) und die Ribolla Gialla. Bedeutung haben zudem die internationalen Sorten Sauvignon Blanc, Pinot Grigio und Pinot Bianco.
Wie bei vielen unserer Reisen haben wir uns auch hier für den Besuch eher kleinerer, meist familiengeführter Weingüter entschieden.
Kellerei Sturm im Collio

Ein Familienbetrieb in ständiger Evolution. Hier lernen wir starke Weine aus dem Friaul kennen.
„Zegla besteht aus einer Reihe von Berghängen, die sich vom Collio Friulano bis nach Slowenien hinaufziehen. Im Schutze der Hügel entsteht ein ideales Mikroklima für den Anbau von Reben. Hier hat sich im Jahre 1850 die Familie Sturm aus dem österreichischem Dorf Andritz niedergelassen. In jüngerer Zeit blieb es dann Oscar Sturm vorbehalten, die spezielle Eignung des Terroirs zu erkennen und diese Kellerei aufzubauen, die er mittlerweile gemiensamen mit seinen Söhnen Denis und Patrick leitet. Die beiden entfachten erst den richtigen Energiesturm, mit dem sie den Betrieb in der vordersten Kellerlinie Friauls in Stellung brachten.
Die Verantwortung für die Produktion hat ungeachtet seiner Jugend Patrick übernommen. Temperamentvoll und entschlussbereit verlangt er von sich und anderen Topresultate im Betrieb. Für die Außendarstellung und die Entwicklung neuer Ziele dagegen ist Denis zuständig, der im Bocconiani-Institut seine Betriebswirtschaftsprüfung abelegt hat.“ – Gambero Rosso
Fiegl und die Ribolla Gialla

Die aus Österreich stammende Familie Fiegl etablierte sich im 18. Jh. in Julisch-Venetien und kaufte 1782 einen Weinberg. Heute verfügt das Weingut Fiegl über 30 ha, von denen 18 ha in Oslavia, einem kleinen Ort in den sanften Hügeln bei Görtz, im Collio D.O.C.-Gebiet unter Reben stehen. Hier befindet sich auch die gut eingerichtete Kellerei. Die Brüder Alessio, Giuseppe und Rinaldo führen den Familienbetrieb Fiegl.
Die ökoverträglich gepflegten Weinberge mit Begrünung zwischen den Rebzeilen sind mit ca. 5.000 Weinstöcken/ha angelegt, die 1–1,5 kg Trauben pro Pflanze erbringen. Die kleine Produktion Fiegl wird mit Hingabe und viel Können gepflegt. Die manuell gelesenen Trauben werden bei Fiegl entrappt und bei kontrollierter Temperatur in Edelstahl vergoren. Die Fiegl Weißweine verfeinern sich bis März/April nach der Lese auf den eigenen Hefen.
Wir besuchen das Gebiet von Oslavia, um die Rebsorte Ribolla Gialla kennenzulernen, die hier ihren schönsten Ausdruck findet.
Zidarich im Karst

Als Benjamin Zidarich 1988 das Weingut von seinem Vater übernahm, blickte er zwar auch schon hinunter in den Golf von Triest (und allein des Blickes wegen sollte lohnt sich die lange Wanderung hinauf nach Prepotto) allerdings nur auf einen halben Hektar Weingärten. Im Laufe der Jahre kamen weitere hinzu, genug um sich als herausragender Winzer des Karst zu etablieren.
Der Weg dorthin war steinig – galt es doch die karge Erde des Karsts sukzessive zu bepflanzen. Er tat dies mit der ganzen Leidenschaft und Überzeugung eines Karstwinzers und so wurzeln im kalkigen Fels vor allem lokale Rebsorten: allen voran die großartige Vitovska, dazu gesellen sich Malvasia Istriana, Terrano und Merlot – auch letzterer hat im Friaul eine lange Tradition.
Zwanzig kleine Parzellen bewirtschaftet Zidarich in der Zwischenzeit, quasi alle Reben darin wurden von ihm gesetzt. Die Arbeit im Weingarten ist von biologischen Prinzipien getragen, auch wenn Zidarich nicht zertifiziert ist. Kupfer und Schwefel sind die beiden einzigen Schädlingsbekämpfungsmittel, Kuhdung belebt die karge Karsterde. Die Arbeit erfolgt komplett manuell, die Erträge liegen je nach Weingarten bei 40-50 hl. Beeindruckend ist der Keller. Fünf Stockwerke wurden dafür in die Erde gegraben. Jahr um Jahr eine Schicht, bis man nach neun Jahren endlich fertig war. Im Stein stapeln sich nun Holzfässer, große und kleine, spannende Steinbehälter, ein paar wenige Stahltanks sind einzig für die Assemblagen notwendig. Die Gärung erfolgt spontan, auf Temperaturkontrolle wird dabei kein Wert gelegt. Sämtliche Weine – auch die Weißen – werden auf den Schalen vergoren.
Das potenzielle Arsenal an Manipulationsmöglichkeiten interessiert ihn nicht, er filtert nicht, schönt nicht, gibt seinen Weinen Zeit, schwefelt wenig und erst am Ende. All diese Maßnahmen führen zu komplexen und doch bekömmlichen, lebendigen und im Alkohol meist dezenten Weinen, die wie wenig andere den Karst und sein Terroir auf den Punkt bringen. (Quelle: vino e terra)
Dušica Šibav im Brda

Die Weinherstellung zieht sich seit Jahrhunderten durch die Familiengeschichte von Šibav. Heute wird das Weingut von Frau Dušica Šibav geführt, die einen Universitätsabschluss in Agronomie hat.
„Wir ergänzen unsere jahrhundertealten Familientraditionen mit modernen Kenntnissen und Techniken. Wir möchten Weine mit Seele machen.
Eine Frau im Weinbau – wie macht sie das?
»Mein Vater hat mir, wie schon Generationen vor ihm, nicht nur die Weinbautradition, sondern auch die Leidenschaft für dieses Fleckchen Erde mitgegeben. Er lehrte mich, die Vorzüge unseres reichen Bodens zu schätzen und was ich denen geben kann, die Qualitätsweine mit einer persönlichen Note suchen.
Weinbau ist für mich kein Beruf, sondern eine Lebenseinstellung.
1560 – Erste dokumentierte Aufzeichnungen über den Weinbau der Familie Šibav im Dorf Fojana
1922 – Karel Šibav erwirbt das heutige Gut vom Grafen Bagueri und beginnt mit der Produktion seines eigenen Weins
1969 – Die Arbeit auf dem Weingut wird an Karels Sohn Ljubko Šibav übergeben, dessen Weine allmählich Anerkennung finden
1990 – Dušica Šibav, Absolventin der Agronomie/Weinherstellung von der Universität Ljubljana, gründet zusammen mit ihrem Vater das Weingut Šibav
1992 – Die Weine aus Šibav werden unter der Marke Šibav abgefüllt
2003 – Dušica Šibav übernimmt die Leitung der Weinkellerei Šibav
Das größte Kapital des Weinguts sind seine Trauben, die die Familie Šibav seit Jahrhunderten im Gebiet Brda/Collio anbaut.
„Bei der Arbeit mit der Natur glauben wir, dass weniger mehr ist.“
Im Streben nach geringen Ernteerträgen werden die Weinberge von Hand gepflegt. Eingriffe im Keller sind auf ein Minimum beschränkt und sehr gezielt.
„Unser Ziel ist es, Qualitätswein mit persönlichem Ansatz zu produzieren.“
Essen
Gastronomische Spezialitäten
Die Friauler Küche geht auf den Einfluss der slawischen, mitteleuropäischen und venezianischen Kochkultur zurück. Sie besteht grundsätzlich aus einfachen Rezepten und Zutaten: Fleisch, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Aus diesen einfachen Grundzutaten werden stets schmackhafte Gerichte gezaubert.
Auf der Vorspeisenkarte können Sie beispielsweise Salami nach friaulischer Art finden. Hierbei wird die Salami in Scheiben geschnitten und in der Pfanne mit einem Schuß Essig frittiert und anschließend heiß serviert. Auch sehr beliebt sind in Ei eingelegte und frittierte Salbeiblätter und frittierte Blüten (Akazienblüten, Holunderblüten und Kürbisblüten).
Als besondere Fischvorspeise gilt geräucherte Forelle mit Kräutern, Öl und frischen Zwiebeln. Die Forelle wird auf einer Scheibe Brot angerichtet.
Als primo piatto finden Sie in dieser Region Gemüsesuppen mit Perlgraupen und Bohnen, Reissuppen mit Kartoffeln oder Suppen mit Kutteln, paparot del Pordenonese (Spinat, Maismehl, Mehl, Butter und Knoblauch) und die sope di cjavàl (mit gebräunter Butter übergossenes geröstetes Brot mit Zucker und Rotwein). Die Polenta ist in dieser Region überall vertreten und in all ihren leckeren Arten erhältlich. Besonders gut schmeckt die fittierte Polenta. Die ersten Gänge aus der Hügellandschaft lassen ebenfalls das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die cialzon di Arta (gefüllte Pasta mit Kartoffeln, Äpfeln, Birnen, Kräutern, Melisse, Minze, geräucherte Ricotta und Bitterschokoladenstückchen, sowie Pflaumenmarmelade und Zimt), oder aber Lasagne mit Mohn, oder aber Gnocchi mit Pflaumen (die Gnocchi werden mit einer getrockneten Pflaume gefüllt, gekocht und anschließend in der Pfanne mit Butter, Zucker und Zimt geschwenkt) oder aber Gnocchi „affogati“ (Gnocchi mit Hackfleich, Kalbsleber, Eier und Zwiebeln).
Der secondo piatto ist traditionell den Fleischgerichten gewidmet. Berühmt und wertvoll ist der friaulisch Kapaun, im Ofen geschmorter Kalbshaxen mit Salzkartoffeln, oder aber der gekochte Kalbskopf. Schweinefleisch wird bevorzugterweise mit einer Himbeersauce serviert. Außerdem findet man auf der Speisekarte das toc de purcit (geschmortes mageres Schweinefleisch, Leber, Zimt, Nelken, Kräuter und Weißwein), geschmorte Lammkeule, Hammelfleisch mit Pinot Nero oder cotechino (Schweinfleischkochwurst).
Falls man ein Fischgericht genießen möchte, findet man in dieser Region Gewürztraminerkarpfen, in Folie gebackene oder in Suppe gekochte Forelle, gegrillten Hecht mit Pilzen, Kartoffeln, Bauchspeck und Tokajer.
Sehr verbreitet sind auch Kräuteromelette, gefüllter Wirsing und Kartoffeln “tecia” (Kartoffeln, Speck, Zwiebeln, Brühe, Petersilie und Weißwein).
Sollten Sie ein Liebhaber von Wurstwaren sein, kommen Sie mit den Gänsewurstwaren (Schinken, Speck und geräucherte Gänsebrust), Wurstwaren aus Eselfleisch und dem berühmten San Daniele Schinken voll und ganz auf Ihre Kosten.
Zahlreiche Käsesorten wie der Dop Montasio (geschützte Herkunftsbezeichnung), viele Streichkäsesorten, oftmals geräucherte Ricotta und Käse aus Eselmilch müssen Sie unbedingt während Ihres Aufenthalts probieren.
Die Süßspeisen haben einen starken mitteleuropäischen Einfluß erhalten.
Omelette mit Obst oder mit Marmelade gehört zu den beliebtesten Nachspeisen, die typischsten Nachspeise sind die cubana (Hefeteig mit Mandeln, Nüssen, Sultaninen, Pinienkernen, Zitronat und Orangeat, mit Rhum aromatisierte Schokolade und Zimt) und die pinza (süßes Brot mit getrockneten Feigen, Nüssen und Sultaninen).
Das Friaul Julisch Venetien ist schließlich auch für die Produktion von Spirituosen wie der Grappa, von dem traditionellen bis hin zum aromatisierten.
Ausrüstung / Schwierigkeit
Wanderschwierigkeit ●●●○○
Moderate bis längere Touren, Höhenmeter, Trittsicherheit nötig.
Die Wanderungen sind unterschiedlich, an der Steilküste anspruchsvoller, im Hügelland einfacher. Häufig sind es Wirtschaftswege und Schotterstrassen, teils auch schmale Wanderwege. Mitunter gibt es steile An- oder Abstiege, gelegentlich auch über Felsen, nach Regenfällen kann es rutschig werden. Geeignete Wanderschuhe sind vonnöten, genauso wie Trittsicherheit und Fitness. Weiterhin empfehlen wir angemessene Wanderkleidung, einen Wanderrucksack, eine Kopfbedeckung sowie Sonnen- und Regenschutz. Bitte nehmen Sie auch ausreichend Trinkwasser auf die Wanderungen (Empfehlung 1,5 l pro Person und Tag), auch ein kleiner kohlenhydratreicher Snack für unterwegs sollte immer im Rucksack sein.
Bei den nach jeder Tagesetappe angegebenen Gehzeiten handelt es sich um durchschnittliche Wanderzeiten, Pausen nicht inbegriffen. Natürlich können die Zeiten etwas variieren, sie hängen von der Gruppengroesse, der allgemeinen Fitness sowie verschiedenen anderen Faktoren wie zum Beispiel den atmosphärischen Bedingungen ab. Gern beraten wir Sie aber auch persönlich und ausführlich per e-mail oder auch telefonisch wenn Sie Fragen zu den Anforderungen und Schwierigkeitsgraden der Wanderwege haben.
Anreise
Unsere Wanderreise ins Friaul beginnen und enden in Manzano, im Hotel Osteria Elliot. Die Anreise erfolgt individuell. Nachfolgend haben wir einige hilfreiche Informationen für die Organisation der Anreise zusammengestellt.
Für die Reiseplanung ist wichtig zu wissen, dass unsere Reisen mit dem Aperitif und einer kleinen Begrüssung im Hotel am Anreisetag gg. 19.00 Uhr beginnen.
Anreise mit dem PKW: Viele unserer Gäste reisen mit dem eigenen PKW an, manche hängen unterwegs noch eine Zwischenübernachtung an. Auch eine Verlängerung im nahegelegenen Venedig oder in den Dolomiten bietet sich an. Dadurch bietet sich der Vorteil, vor Ort die eine oder andere Leckerei einkaufen zu können. Parkplätze auf dem hoteleigenen Parkplatz stehen zur Verfügung. Unsere Unterkunft befindet sich südöstlich von Udine und man kann sie via Brenner (ab Brenner Pass sind es 252 km) über Südtirol erreichen (4,5 Stunden Fahrt!). Von Villach (Österreich) aus führt der Weg über Udine (144 km).
Anreise per Flug: Rund um Manzano gibt es zwei Flughäfen – der nächstgelegene Flughafen ist der von Triest (28 km). Aber auch der Flughafen von Venedig (126 km) kommt infrage. Beide werden in der Regel von verschiedenen Fluggesellschaften von den meisten deutschen Flughäfen angeflogen (Lufthansa mit Umsteigen in München, Eurowings ab Köln, Easyjet und Ryanair).
Weiterreise vom Flughafen Triest: es gibt öffentliche Verkehrsmittel, mit denen es nach Manzano weitergeht. Es muss mit ca. 1,5 Std. Fahrtzeit gerechnet werden. Das Hotel liegt noch einmal 2,2 km vom Bahnhof entfernt, so dass sich dann von hier ein Taxi anbietet.
Anreise mit der Bahn: Gerade in der heutigen Zeit und für Zielgebiete, die nicht allzu weit entfernt liegen empfehlen wir eine umweltfreundliche Anreise mit der Bahn. Genaue Informationen zu den Bahnverbindungen gibt es auf der webseite der Deutschen Bahn www.bahn.de oder derjenigen der italienischen Bahn https://www.trenitalia.com/de.html. Auf letzterer Seite können auch online Ticket gekauft werden.
Es ist auch möglich, einen privaten Transfer vom Flughafen Venedig oder von der Bahnstation Manzano oder einem anderen Ort zu organisieren. Dieser kann direkt bei uns angefragt werden.
Gern stehen wir Ihnen bei der Organisation Ihrer An- und Abreise zur Seite und helfen Ihnen, hierfür die ideale Lösung zu finden. Bitte melden Sie sich jederzeit gern bei uns für weitere Fragen und für die Buchung: f.pittella@adagio-con-brio.com.
Reisebedingungen
Wir organisieren auch Ihre Anreise ganz nach Ihrem Wunsch. Diese ist im Reiseangebot nicht enthalten, um Ihnen größtmögliche Flexibilität bei der Wahl der Verkehrsmittel, des Abreise-Orts/Flughafens und der Fluggesellschaft zu gewährleisten. Besprechen Sie die Einzelheiten mit unserem
Buchungsbüro: +49 (0)1573 354 2362.
Zahlungsbedingungen:
Die Buchung der Reise wird verbindlich, wenn sie schriftlich von uns bestätigt worden ist und darauf folgender Überweisung einer Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises. Der restliche Preis wird fällig, wenn feststeht, dass Ihre Reise – wie gebucht – durchgeführt wird und die Reiseunterlagen entweder in Ihrem Reisebüro bereitliegen oder Ihnen verabredungsgemäß zugesandt werden, spätestens jedoch 21 Tage vor Reiseantritt.
Rücktritt vom Reisevertrag:
Sie können jederzeit vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten. Wir sind in diesem Fall berechtigt, eine Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen zu verlangen, die wie folgt pauschaliert wird. Bei Rücktritt
bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 20 %
ab dem 30. Tag vor Reiseantritt 40 %
ab dem 24. Tag vor Reiseantritt 50 %
ab dem 17. Tag vor Reiseantritt 60 %
ab dem 10. Tag vor Reiseantritt 80 %
ab dem 3. Tag vor Reisebeginn und bei Nichtantritt der Reise 100 % des Reisepreises.
Muss die Reise aufgrund einer zu geringen Teilnehmerzahl oder aufgrund anderer Gründe, die beim Veranstalter liegen, abgesagt werden, so werden bereits geleistete Zahlungen umgehend in voller Höhe zurückgezahlt.