Friaul Julisch-Venetien
Unsere Reisen in Friaul Julisch-Venetien
Ich frage mich oft, während ich auf der Autobahn von Tarvisio Richtung Venedig entlang fahre, um dann weiter in westlicher Richtung nach Verona und Mailand, oder aber in südlicher Richtung nach Florenz und Rom weiterfahre, wie viele Österreicher, Deutsche, oder Osteuropäer sich jemals gefragt haben, was dieses Gebiet 2 Stunden von der Grenze entfernt, welches sie zur Mündung der Serenissimalagune bringt, bieten kann.
Ich frage mich, ob diese steilen Berge und fruchtbaren Täler, welche vom Tagliamento überflutet werden, in den tausenden vorbeifahrenden Personen Neugier erwecken.
Ich frage mich auch oft, ob alle Autofahrer, die die Autobahn entlang brettern, sich jemals gefragt haben, warum eine so kleine Region einen so langen Namen hat: Friaul-Julisch Venetien.
Wenn diese Reisenden das echte Italien in einer heute überfüllten Toskana suchen, kann ich nur sagen, dass sie vielleicht die wahre Seele Italiens eher hier im Grenzgebiet finden werden.
Hier, wo ein blutiger Krieg gewütet hat, um Triest mit Italien zu vereinen; hier, wo die römische Kultur ihren Höhepunkt erreicht hat.
Hier, wo die Langobarden ein militärisch schwaches römisches Volk angetroffen haben, welches bereit war sich zu ergeben, kulturell aber noch sehr viel Kraft hatte und die römische Lebensweise langobardisch wurde, aber hauptsächlich wo die Langobarden Römer wurden. Cividale ist der brillanteste Beweis.
Hier, wo die Architektur der Renaissance Bestandteil des Lebens ist, hier in Palmanova.
Hier, wo ein Erdbeben ganze Gemeinschaften erschüttert hat, ihnen aber dennoch die Möglichkeit gegeben haben ihre italienische und friaulische Seele zu stärken und zu festigen.
Hier, wo dickköpfige Unternehmer landwirtschaftliche Betriebe und Weingüter erschaffen haben, welche in perfekter Harmonie Tradition und Innovation vereinen und wo Weinkunde zu Kunst geworden ist.
Hier…. Im Friaul-Julisch Venetien!!
Triest
