Apulien: Pasticciotti aus Lecce. Ein legendäres süßes Gebäck! – das Rezept

Im südlichen Teil von Apulien, bei Lecce, frühstückt man an der Bar nicht mit dem klassischen Croissant, sondern mit dem süßen und duftenden „Pasticciotto„, den man unbedingt warm essen soll!

Die „Pasticciotti“ repräsentieren das Symbol der Konditorei aus der südapulischen Salento Region und bestehen aus einer knusprigen Schale aus Mürbeteig und einer Füllung aus Creme. Die bekannteste Version sieht vor, daß man die Creme mit Sauerkirschen bereichert. Göttlich! Auch wenn man traditionell Schmalz verwenden sollte, haben wir in unserem Rezept Butter vorgesehen. Die Pasticciotti enthalten die ganze Farbe und die Wärme der Sonne Apuliens!

pasticciotti

Schwierigkeitsgrad: niedrig
Kochzeit:35 Min
Vorbereitung:40 min

KOSTEN: niedrig

Zusatz: man braucht hierfür ca. 3 cm hohe und 7 cm lange Dosen

Zutaten

für den Mürbeteig:
„00“ Mehl 500 g
Butter 250 g
Eier 4 Eigelbe
Vanilleextrakt: die Spitze eines TL (nicht zwingend)
Puderzucker 200 g

für die Füllung:
„00“ Mehl 50 g
Milch 500 ml
Eier 6 Eigelbe
Vanille 1 Hülse
Zucker 150 g
In Syrup eingelegten Sauerkirschen, nach Wunsch

zum „bepinseln“
Eier 1 Eigelb
frische Flüssigsahne (oder Milch) 3 EL

Zubereitung

Als erstes soll man die „crema pasticcera“ machen: die Milch bei niedriger Temperatur mit der offenen Vanillehülse erwärmen. Die Eigelbe mit Zucker schön schlagen, das durchgesiebte Mehl hinzufügen und dann dieses der Milch hinzufügen und alles weiterhin bei niedriger Temperatur mit dem Schneebesen rühren. Die Creme eindicken und dann im Kühlschrank mit einer Plastikfolie bedeckt abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit soll man den Mürbeteig zubereiten: Mehl und die kalte Butter in dem Mixer quirlen um eine „sandige“ und mehlige Mischung zu bekommen. Diese auf einem Brett tun, Puderzucker, Vanilleextrakt und Eigelbe hinzufügen und schnell alles mischen, bis man eine kompakte und ziemlich elastische Mischung bekommt. Den Mürbeteig in eine Plastikfolie einwickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Wenn soweit, den Mürbeteig auf dem mit Mehl bestreuten Brett mit dem Nudelholz ausrollen, bis er eine Dicke von circa 0,5 cm hat. Alle vorher mit Butter und Mehl bestückten Backförmchen mit dem Mürbeteig ausschlagen. Jedes Backförmchen mit 2 TL Creme und falls gewünscht, einer Sauerkirsche füllen. Die Backförmchen mit dem übriggebliebenen Teig zudecken und den überschreitenden Teig abschneiden, damit der Rand schön eckig bleibt.

Ein Eigelb in ein Paar EL Milch oder Sahne schlagen und die Oberfläche der Pasticciotti damit „bepinseln„. Die Backförmchen auf einem Backblech tun und in einem schon mit 180° warmen Ofen für 30-35 Minuten tun. Sobald die Pasticciotti goldbraun sind, aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, aber immer noch warm essen!

Die Pasticciotti halten in einem hermetisch geschlossen Behälter 3 Tage lang im Kühlschrank. Vor dem Verzehren, eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank holen oder sie kurz erwärmen. Man kann sie auch vor dem Backen tiefkühlen und noch tiefgekühlt 40 Minuten lang im 180° warmen Ofen backen.

Die Legende sagt, dass der Pasticciotto 1745 in Galatina geboren wurde. In der dortigen Konditorei „Ascalone“ kann man sie heute noch genießen.

Buon Appetito!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.