Emilianische Gastfreundschaft mit Tradition

Die Emilia Romagna ist bekannt dafür, wie sie ihre Gäste bewirtet: Mit einer außergewöhnlichen Gastfreundschaft. Ein ganz besonderes Beispiel für die emilianische Art Gäste willkommen zu heißen, ist die Trattoria „1934 Da Amerigo“. Ein Familienbetrieb der bereits 1934 in Savigno, einem Teilort der in der Provinz Bologna gelegenen Stadt Valsamoggia, an den Start ging. Von Amerigo und Agnese gegründet, wird das „Da Amerigo“ mittlerweile in der dritten Generation von Alberto Bettini geführt. Typisches Merkmal diese Trattoria: eine bodenständige Küche, die heimische Zutaten verarbeitet.

Das „Da Amerigo“ erinnert an gute alte Zeiten, wer es betritt, fühlt sich zurückversetzt in vergangene Tage, als die Nonna noch hinterm Herd stand. Damals, als Einwecken noch die einzige Möglichkeit war, Lebensmittel haltbar zu machen. Im Eingangsbereich ist auf Regalen aus den Gründungstagen des „Da Amerigo“ aufgereiht, was die Vorratskammern hergeben, ausgewählte Weine inbegriffen. Gegessen wird in zwei Gasträumen treppaufwärts. Einer davon mit Wandfresken von Gino Pellegrini ausgestaltet, einem 2014 verstorbenen italienischen Künstler, der unter anderem für Disney und Kubrick als Bühnenbildner gearbeitet hat. Was auf die Teller der Gäste kommt, ist eine Mischung aus der Ursprünglichkeit einer ländlichen Küche, gemischt mit kulinarischer Eleganz. Gemäß den Slow-Food-Kriterien wird im „Da Amerigo“ nur das verkocht, was qualitativ hochwertig ist und von vertrauenswürdigen Erzeugern aus der Gegend stammt, die den Jahreszeiten entsprechend anbauen. Eine Philosophie die sicherstellt, dass immer nur die Produkte verwendet werden, die jeweils frisch verfügbar sind, wie im Herbst beispielsweise eine große Auswahl an heimischen Pilzen oder Trüffelvarianten.

Zu den typischen Gerichten im „Da Amerigo“ gehören eine fast flüssige Polenta mit Extra Vergine Olivenöl, natürlich Parmigiano Reggiano und weißem Trüffel, Galantina mit einer leichten, grünen Sauce oder die klassische Pasta aus der Romagna, die Passatelli, mit Flusskrebsen und Brennnesselpesto oder Ravioli mit Ricottafüllung an Parmesan, um nur einige zu nennen.

Die Weine stammen teils aus der Gegend der Colli Bolognesi und aus der Emilia Romagna und werden von Weinbauern bezogen, die ihre Anbaugebiete aufs Beste repräsentieren. Was an Weinen aus ganz Italien angeboten wird, wurde deswegen ausgewählt, weil es keine Modeweine, sondern hochwertige Weine sind. Der Trattoria angegliedert ist ein Gasthaus mit fünf Zimmern, die in einer Kombination aus antik und modern eingerichtet sind.

Und ganz nach dem Motto: Gute Gastfreundschaft ist ein Rundumpaket, gibt Alberto seinen Gästen auch Tipps, was es in der Gegend zu Fuß oder per Fahrrad zu entdecken gibt. Die Colli Bolognesi oder das Anbaugebiet des Lambrusco dürfen da nicht fehlen. Besonders weil, wer nicht mehr automatisch mit Lambrusco die Zweiliter Kopfwehwasserbuttel verbindet, eine Lambrusco-Weinprobe sicherlich zu schätzen weiß. Denn da gibt es so manchen guten Tropfen zu entdecken, oder besser gesagt, zu erschmecken.

Ein Grund mehr, mit uns eine Genussreise nach Emilia zu planen!

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