„Spuma“, eine italienische Geschichte mit Tradition!

Das alkoholfreie Getränk „Spuma“ wird hauptsächlich im Norden Italiens produziert und wurde schon immer als „armes“ Getränk angesehen, weil es billig ist und es sich alle leisten können, vom Kind bis zum Rentner.

Früher konnte man es in der „drogheria“ (Lebensmittelladen), in Bars, in den „oratori“ (katholische Jugendzentren) und in den alten Trattorien kaufen. In einigen Regionen, wie in der Toskana, war es üblich, einen „mezzo e mezzo“ (halbe halbe) oder „miscelato“ (gemixt) zu bestellen, also Spuma und Wein gemischt.

Die "blonde" Spuma

Auch die Produktion dieses Getränkes war (und ist) ziemlich einfach, weil es aus Sprudel, Farbstoffen, Zucker und Aromastoffen (je nach Geschmack) besteht. Die klassischen Spumasorten sind die „Bionda“ (blonde) und die „Scura“ (dunkle), die jede Firma mit einem eigenen, besonderen und durstlöschenden Geschmack entwickelt hat. Aber es gibt auch Spuma mit Mandarine-, Pfefferminz-, Zitronat-, oder Bittergeschmack. Die kleinen Hersteller wurden „gazzosai“ genannt.

Der bekannte Spuma Hersteller "Spumador"

Wer heute in einer Bar eine Spuma bestellt, wird meistens gefragt: „che gusto?“ (welchen Geschmack?). Heute existieren immer noch einige traditionsreichen Produzenten. Sie haben in dem Kampf gegen die Übermacht der Multis überleben können. Andere Firmen sind sogar neu entstanden und haben eine lokale Produktion.

Die Spuma von Baladin

Ein besonderer Fall ist die qualitativ hochwertige Firma Baladin aus der Region Piemonte. Sie haben auch eine Spuma entwickelt, aber in diesem Fall aus hochwertigen Zutaten. Die Spuma von Baladin kann man zum Beispiel beim Slow Food freundlichen Kaufhaus Eataly kaufen.

 

 

 

Hier ein witziger Werbespot von Baladin, der mit der Spuma Tradition aus den 60er Jahren spielt.

Wenn Sie also in Italien sind, dann probieren Sie doch einmal eine Spuma. Der Kellner an der Bar wird staunen, dass Sie sowas überhaupt kennen. Oder kaufen Sie eine Flasche im „Supermercato“ oder in einer kleinen „drogheria“. Ein echter Geheimtipp! Und der Genuss ist garantiert!

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