Dezember 2015: Weihnachten in Gubbio, Umbrien

Haben Sie schon beschlossen, wo Sie die Zeit rund um Weihnachten 2015 sein werden? Die mittelitalienische Region Umbrien, mit ihren zahlreichen mittelalterlichen Städten und Dörfern ist ein idealer Ort, um diese Tagen in der richtigen Umgebung zu verbringen. Man kann hier eine phantastische Genussreise organisieren und der Genuss geht weit über das kulinarische hinaus.

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Nehmen wir als Beispiel die kleine Stadt Gubbio. Hier wird der größte „Weihnachtsbaum“ der Welt aufgestellt! Er liegt auf dem Abhang des Monte Igino oberhalb der mittelalterlichen Stadt und besteht aus Leuchtkörper, die einen einmaligen Farbeffekt kreieren : über 250 grüne Lichtquellen umreißen die Silhouette des über 650 Meter großen Weihnachtsbaumes, der seinerseits mit über 350 Lichtquellen unterschiedlicher Farben geschmückt ist. Die Spitze ist schließlich mit einer aus 200 Lichtquellen zusammengesetzten 1.000 qm großen Stern Komet gekrönt.

Seit 1991 kann man dieses Werk im Guinness Buch als größten Weihnachtsbaum der Welt aufgelistet finden. 2015 wird er ab dem 7. Dezember für einen Monat zu bewundern sein.

Jedes Jahr wird der Baum von einer Gruppe Freiwilliger aus Gubbio neu errichtet, aus Liebe zu diesem Symbol von Brüderlichkeit und Freundschaft sowie zu Ehren des Stadtpatrons, des Heiligen Ubaldo.

Gleichzeitig wird in dem mittelalterlichen Stadtviertel von San Martino, die berühmte Krippe in Originalgröße aufgestellt. Diese entwickelt sich entlang der malerischen Straßen und Gassen des Viertels, die dank ihrer zahlreichen architektonischen Elementen – Bögen, Nischen, Handwerkerläden, Haustoren, kleinen Piazze – uns erst recht in eine magische mittelalterliche Stimmung bringen.

Eine Gasse im weihnachtlichen Gubbio

Die Fantasie und die Geschicklichkeit der Freiwilligen stellen sehr realistisch Berufe aus der alltäglichen Vergangenheit dar. Da trifft man Apotheker, Kurzwaren- und Wollhändler, Schmiede, Schuster, Bäcker, Keramiker während ihrer Arbeit in ihren Werkstätten. Der Rundgang führt natürlich am Ende zur eigentlichen Hauptszene: die Hütte mit der Geburt Christi.

Sowohl der Weihnachtsbaum als auch die Darstellung der Krippe wirken überhaupt nicht kitschig in den Augen des fremden Besuchers, im Gegenteil. Man spürt, dass die Einwohner von Gubbio sehr involviert sind, und nicht nur aus religiösen Gründen. Wer hier entlangkommt, muß notwendigerweise an die Werte dieses christlichen Festes nachdenken.

Ein Grund mehr, um in der Weihnachtszeit mit uns eine -auch kurze- Reise nach Umbrien zu planen.

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